Schladming, 11. März 2026. Eine aktuelle Blitzumfrage unter den über 200 Mitgliedern des Destinations-Netzwerk Austria (dna) zeigt eine deutliche Haltung der österreichischen Tourismusmanager:innen zur aktuellen Diskussion rund um die Einführung von Einheimischentarifen.
Ausgangspunkt der aktuellen Diskussion ist eine Entscheidung auf europäischer Ebene: Der Rat für Wettbewerbsfähigkeit hat die Europäische Kommission damit beauftragt, im Rahmen der Überarbeitung der Geoblocking-Verordnung eine unionsrechtskonforme Lösung für sogenannte Einheimischentarife zu prüfen. Damit wird erstmals auf EU-Ebene politischer Handlungsspielraum geschaffen, um rechtssichere Modelle für vergünstigte Angebote für die lokale Bevölkerung zu ermöglichen.
Eine aktuelle Umfrage unter den rund 200 dna-Mitgliedern zeigt, dass die österreichischen Regionen diesen Vorstoß klar mittragen: über 85 Prozent der Regionen sehen den eingeschlagenen Weg positiv – und fast drei Viertel sogar als klares und wichtiges Signal zur Stärkung des Tourismusbewusstseins in den jeweiligen Regionen.
Regionen haben bereits Vorteilsprogramme etabliert
Gleichzeitig macht die Umfrage deutlich, dass viele Regionen längst selbst aktiv sind: mehr als ein Drittel der befragten Regionen geben an, bereits Vorteilsprogramme für die Bevölkerung vor Ort anzubieten. Damit zeigt sich: Freizeitpässe oder regionale Bonusmodelle sind in vielen Regionen bereits gelebte Praxis und ein konkretes Instrument, um Tourismusbewusstsein und regionale Identifikation zu stärken.
Die Rückmeldungen aus den Regionen unterstreichen, wie vielfältig diese Initiativen bereits sind: Genannt werden spezielle saisonale Angebote, Zuschüsse für Kinder und Jugendliche sowie attraktive Kombiangebote für Bergbahnen, Schwimmbäder, Freizeit- und Kultureinrichtungen. Diese Maßnahmen machen den Mehrwert des Tourismus für Einheimische unmittelbar erlebbar und stärken die Verbindung zwischen Lebensraum und Tourismusentwicklung.
dna Präsident Mag. (FH) Mathias Schattleitner: „Die Diskussion um Einheimischentarife ist wichtig und richtig. Unsere Umfrage zeigt klar: Die Regionen sehen den Vorstoß mehrheitlich sehr positiv – und viele setzen schon heute konkrete Angebote für die Bevölkerung um. Das ist ein starkes Signal dafür, dass Tourismus nicht nur für Gäste, sondern auch für die Menschen vor Ort spürbaren Nutzen stiftet. Um dies zu unterstützen, sind Einheimischentarife sehr wichtig.“
Für die dna-Mitglieder ist klar: Erfolgreicher Tourismus braucht das Bewusstsein, Teilhabe und Identifikation im Lebensraum. Die Regionen zeigen bereits heute mit konkreten Initiativen, wie Tourismusbewusstsein gestärkt und die Bevölkerung aktiv eingebunden werden kann. Nun gilt es, diesen Weg gemeinsam weiterzugehen und bestehende Modelle rechtssicher und praxistauglich weiterzuentwickeln.
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